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Mittwoch, 10. Oktober 2018

Herbstzeit

Peter Neher



Wer den Herbst kennt weiss ihn zu schätzen. Gerade fotografisch. Einzigartige Farben, mystische Atmosphären oder einfach nur eine bunte Blätterpracht. Zu keiner Jahreszeit kann man sich fotografisch so austoben wie zur Herbstzeit. 

Auch was unsere Wohlfühlgefühlswelt betrifft. Kein frieren, kein Schwitzen, kein - von der Sonne blenden - nicht einmal wirklich störende Schatten im Gesicht. 
Aufheller im Herbst
Einen goldfarbenen Aufheller sollte man im besten Fall dabei haben. Hier wird das restlicht in warmen Tönen verstärkt wenn dieser gegen die Sonne gehalten wird. Aufheller gibt es in vielen Größen und Varianten. Für eine größere Version kann man mit ca. 100 Euro rechnen. Dafür bekommt man dann gleich 4 Variationen. Gold für weiche warme Farbtöne, auf der Rückseite Silber für kalte und harte Farben und ohne Bezug hat man die Möglichkeit mit der schwarzen Seite abzudunkeln oder mit der hellen Seite Aufzuhellen. 

Verschiedene Filter  für das Objektiv verleihen bei Bedarf den letzten Feinschliff. 

Aufgrund der Temperaturen lässt sich im Herbst auch das Thema Mode wunderbar aufgreifen. Und spätestens hier sollte man über einen Aufheller nachdenken. Wer mit einem Aufsteckblitz arbeitet kann beides auch kombinieren. Für den Aufsteckblitz selbst gibt es verschiedene Softboxen und Aufsätze, auch ein Dauerlicht - bestehend aus vielen hellen LED's kann alternativ zum Einsatz kommen. Vorteil: bei hochwertigeren Dauerlichtern lässt sich die Farbtemperatur einstellen. 


Mittwoch, 5. September 2018

Mitten ins Herz

Peter Neher
Picslocation
Fotograf aus Ulm

Glück kennt kein Wetter

Mitten ins Herz


Ja, es gibt sie. Kleine und große, spektakuläre und weniger spektakuläre, bunte, aussergewöhnliche, schnelle und lange. Die Rede ist hierbei natürlich von Hochzeiten. 

Sommer, Sonne, Hochzeitszeit
Als Fotograf weiss man wie wichtig es sein kann sich reserve Termine frei zu halten. Wie es für manche Menschen unvorstellbar ist, lange zu planen so gibt es natürlich auch Menschen die sich sehr kurzfristig für das grosse " Ja, ich will" einen Termin finden. 

Jeder wie er will - Jeder wie er kann

Liebe findet manchmal die kurvigsten Wege. Als Fotograf gibt es, so denke ich, nichts wirkliches was wir noch nicht erlebt haben.
Auch im Herbst immer die besten Bilder.
Man wächst mit der Erfahrung, lernt die Locations immer besser kennen und erkennt sofort auf was es ankommt. Die Zeiten haben sich geändert. Planung über Jahre gehört genau so zum Alltag wie Spontanität. Dabei spielen auch Orte im Ausland eine Trendrolle. Je nach Land und Nationalität gibt es verschiedene Traditionen und Schwerpunkte. 
Was ist also richtig und was falsch bei einer Hochzeit ? Schlichtweg nichts. Wo Menschen noch vor hundert Jahren in schwarz geheiratet haben so ist es heute bunt und weiss. Wo früher Eheringe aus Gold am Finger blinkten findet man heute ein Tattoo und das Hochzeitsalbum wird in der Cloud mit freunden geteilt. Übrigens, je mehr geplant wird desto mehr geht auch "manchmal" schief. Die offene Hochzeitskutsche ist eben keine Versicherung für bestes Wetter um nur ein Beispiel zu nennen. 
Kirchen sind im Sommer meist ein kühler Ort

Was also raten wir ? Generell haben, zumindest wir, für fast alle Situationen einen Plan "B". Angefangen von der Schneiderin für Notfälle bis hin zu Regenschirmen. Das es nach Jahrelanger Planung ärgerlich ist wenn genau an diesem Tag etwas schief geht ist verständlich. Gut wenn es trotzdem wie geplant weiter gehen kann. Wer sich für eine kleine kurzfristige Hochzeit entscheidet hat solche Probleme natürlich nicht, allerdings sei auch hier gesagt das eine zu saloppe Planung manchmal stressiger sein kann als gedacht. 

Wer passt zu mir ? Welcher Dienstleister versteht mich ? Was sagt mein Bauchgefühl ? Gerade bei
Wenn es draussen stürmt wird es auch drinnen stürmisch
Location und Dienstleister sind diese Kriterien nicht zu vergessen. Sagt mein Bauchgefühl Nein dann sind alternativen nicht zu verachten. Auch wenn die Suche manchmal etwas länger dauert - Es lohnt sich.  Geheiratet wird im übrigen das ganze Jahr über. Die romantische Winterwonderland Hochzeit kann genau so ihren Reiz haben wie ein Farbenfroher Herbst, ein romantischer Frühling oder ein Sonnentag im Sommer. 
Vor und Nachteile liegen auf der Hand. Temperaturen, Vorbereitungen, Pünktlichkeit durch Strassenverhältnisse bis hin zur Gänsehaut und dem Sonnenbrand. 

Farbenfroh - Der direkte Weg ins Glück
Locations bekommt man ausserhalb des Sommers im übrigen leichter als wie mitten in der Saison. 
Und wer noch Tipps und Ideen braucht kann uns natürlich jederzeit unter: email@picslocation.de erreichen. 
 



Dienstag, 12. Dezember 2017

Peter Neher | Fotograf und Inhaber von Picslocation Ulm


Das Gefühl macht den Unterschied


Oft wird mit Sätzen wie : "Du bist der Star" oder "Halte den Augenblick fest" für Studios geworben. Doch was steckt tatsächlich dahinter ? 


Wer träumt nicht davon ein Star zu sein ? Die Presse giert nach Fotos, bestes Catering und die Strechlimo fährt langsam vor den roten Teppich. Die Türen öffnen sich, überall lauern Fans und wollen Autogramme und Selfies bevor es zum Shooting geht. 


Auch Outdoor spielt das richtige Gefühl eine grosse Rolle

Wer auf solche Werbesprüche schon einmal reingefallen ist weiss, das Realität und Werbung weit auseinander liegen. Man ist einer von vielen der wartet dran zu kommen. Mit etwas Glück findet noch eine kleine Beratung statt bevor es in die Maske geht und wer sich auf ein Star Catering gefreut hat ist schon froh wenn es einen Wasserspender gibt. 

Fotografie hat viel mit Kopfkino und Erwartungen zu tun. Der Aufwand ein Shooting wie ein Starshooting zu gestalten, wie man es Zeitschriften kennt würde einen erheblichen Aufwand bedeuten. Seriöse Studios preisen nichts an was nicht der Realität entspricht. 

Im Fotostudio gibt es heute sehr viele Möglichkeiten
Unserer Erfahrung nach ist man eh schon ein wenig aufgeregt weil man ja nicht weis was auf einen zukommt. Macht man alles richtig, wie stelle ich mich an ? Bekomme ich die gewünschten Ergebnisse ? Profis wissen das. Profis wollen dich nicht als Amateur Star haben. Profis wollen das Du echt wirkst. Das Dein Kopfkino zu den Bildern passt. Profis erzählen Deine Geschichte mit Bildern. 

Märkte ändern sich. Es gibt immer wieder neue Trends, bessere Möglichkeiten, neue Software. Was noch vor 5 Jahren 12 Millionen Megapixel waren sind heute 40 Millionen. Schärfere Bilder, neue Druckmöglichkeiten und schier endlose Speichermöglichkeiten in Clouds sind heute Standart. 

Viele Kunden wissen das und das ist auch gut so. Einem Anspruch gerecht zu werden ist mehr wert als jedes Werbeversprechen das man schon zum 100 male gehört hat. Wir wollen Dich nicht zum Star machen. Wir wollen nur die perfekten Bilder für Dich. Und dieses Werbeversprechen können wir halten. 

Montag, 20. März 2017

Red Carpet, Futterneid und Spaß

Vor der Pressewand
Zugegeben, ich musste etwas schmunzeln als ich heute morgen beim RTL Frühstücksfernsehen einen Betrag zur Starpressnight in Stuttgart gesehen habe. Im Fernseher wirkt das immer nicht nur ein klein wenig anders, sondern man bemerkt auch wie man Fernseherbilder wahrnimmt wenn man selbst dabei war und das drum herum kennt.

Mit Profis zusammen zu arbeiten ist viel Wert. 
Wer kennt solche Bilder nicht? Stars, A,B,C,D "Vips" gehen über den roten Teppich, lächeln, überall blitzt es. Die Profi wissen... Man bleibt kurz stehen und schaut einmal in jede Kamera so das jeder Fotograf sein Bild hat. Ab hier wird es dann Stressig. Wenn man noch nicht ganz so oft über den roten Teppich stolperte bleibt man stehen, ist kurz überfordert wohin man denn schauen soll, verzieht das Gesicht und alles sieht Mega gestellt aus. Das ist stressig und führt zu keinen optimalen Ergebnissen. Jetzt kommt die andere Seite. Die der Fotografen. Manchmal erinnert es etwas ans Tierreich. Wenn 6 Hirschböcke sich um 100 Kilo Futter kloppen. Da wird geschrien, geschubst, getreten. Rücksicht ? Fehlanzeige. Manche haben Halbe Studiolampen auf ihren Kleinformatkameras die nicht nur das Licht der anderen Kaputt machen sondern schaffen es auch immer irgendwelche Bauteile einem in die Linse zu halten.

Sarah Joelle
Bei professionellen Veranstaltungen bekommt jeder Fotograf Plätze zugewiesen. 1,5 bis 2 Meter reihen vollkommen aus. Man weiss was zu tun ist und jeder bekommt mit ganz wenig aufwand die gewünschten Bilder.

Ich mag solche Veranstaltungen . Alles ist ordentlich geregelt, keine Amateure die ausser rumbrüllen und sich nicht zu benehmen wissen. Kollegen die wissen das sie gut sind und denen Futterneid vollkommen egal ist.

Hier beginnt das ganze dann Spaß zu machen.
Vor der Party ist nach der Party


Samstag, 4. Februar 2017

Nie mehr verwackelte Bilder

Kennt Ihr das ? Man möchte Aktionfotos machen, schaut auf den Bildschirm der Kamera, nickt zufrieden und auf dem PC ist alles verwackelt ?




Der Sprung mit hochgerissenen Armen, Der rennende Hund oder Sportfotos. Überall dort wo Bewegung ist muss es schnell gehen. Für alle die nicht im manuellen Modus Fotografieren ist folgende kleine Erklärung zum Verständnis vielleicht eine Hilfe. 

So macht Aktion Spass. 1/800 Sec Belichtungszeit.
Wenn ich auf Automatik fotografiere weiss meine Kamera einzig und alleine wieviel Licht ihr zur Verfügung steht. Der einzige Job den Deine Kamera hat heisst: Mach da Bild so hell wie notwendig. Sind die Lichtbedingungen wie etwa in Räumen oder bei einer Abenddämmerung nicht ganz so optimal braucht diese länger um mit wenig Licht das Bild hell genug zu machen. Solange dieser Prozess stattfindet wird alles mit aufgenommen was sich in diesem Zeitraum bewegt. Da kann eine 1/10 Sekunde schon verdammt viel Zeit sein. 

Zum Vergleich - Eine Verschlusszeit , je nach Geschwindigkeit des Motivs kann durchaus 1/400 sec. oder auch 1/800 sec oder gar noch kürzer sein. 

Problem an der ganzen Geschichte. Je kürzer die Verschlusszeit ist, desto verwacklungsfreier wird zwar das Bild, aber auch umso weniger Licht kommt beim Sensor an. Eine Lösung wäre dies durch eine offenere Blende (Kleine Blendenzahl) auszugleichen. Wenn hier nichts mehr raus zu holen ist kann man noch versuchen die ISO Zahl zu erhöhen also die Lichtempfindlichkeit herauf zu setzen. Allerdings fängt bei den meisten Kameras dann ab einem ISO Wert von 800 und mehr das Rauschverhalten an. Sprich das Bild wird Körnig und verliert an Kontrast. 

Wer Aktionbilder plant kommt an einem Lichtstarken Objektiv nicht vorbei. In der Regel empfehlen sich Festbrennweiten. Die lassen sich zwar nicht zoomen dafür hat man eine grandiose Abbildungsleistung und hervorragende Lichtstärken. 

Wer sich im übrigen auf seinen Monitor in der Kamera verlässt wird feststellen das dies nicht immer das optimale Ergebnis wieder gibt. Für wirkliche Details ist dieser schlichtweg zu klein. Erst in der Nachbearbeitung wird man feststellen ob es geklappt hat.  

Mittwoch, 1. Februar 2017

Wie ist es eigentlich Stars zu fotografieren?

Manche Träumen davon, für manche ist es in Horror.  Stars und Sternchen.  Ein kleiner Auszug in die Glitzerwelt.


Zugegeben, auch hier haben sich die Zeiten geändert. Früher hatte man als angestellter Fotograf bei der Bravo gute Chancen auf ein - Du und Du mit Stars und Sternchen. 
Heute, in Zeiten von Google Earth, Paparazzos, und kommerziellen Zielen haben sich beide Seiten geändert. Ich kann Stars gut verstehen. Ihr Leben wird auf Schritt und Tritt für diesen einen Schnappschuss verfolgt der am meisten Geld in die Kasse spült. 

Paparazzos waren wir nie. Auch stand bei weitem kein Geld im Vordergrund. Es macht einfach, besser gesagt mir unsagbar Spass und das seit ich fotografiere. 

Sarah Nowak

Michael Schuhmacher 2011
Jeder kennt die Bilder. Roter Teppich, Blitzlichtgewitter. Da wird geschubst, getreten, um die besten Plätze gekämpft. Mich hat das alles nie wirklich berührt. Es gibt Fotografen die 2 Minuten vor dem Auftritt angerannt kommen, sich versuchen nach vorne zu schlagen um dann schnellst möglichst wieder weg zu rennen. Andere sind professioneller, kommen rechtzeitig, bereiten sich vor, stellen Ihre Kamera in ruhe ein, spielen mit dem Licht.  Die Stars selbst wissen natürlich wie sie sich Medienwirksam vor der Kamera zu verhalten haben. Ein Lächeln in jedes Objektiv, und weiter gehts. Anders sieht es da schon ausserhalb des roten Teppichs aus. Natürlich war ich ein wenig angespannt als mir Michael Schuhmacher zu seiner Glanzzeit gegenüber stand und in meine Kamera lächelte. Besondere Momente entstehen natürlich immer dann wenn man selbst Fan vom jeweiligen Motiv ist. Die Arbeit funktioniert dann wesentlich einfacher. Man hat einen ganz anderen Bezug dazu. Ob es nun kleine Sternchen oder große Stars sind. Wenn man sich entsprechend verhält wird man immer etwas freundliches zurück bekommen. So nah dabei zu sein ist immer etwas besonderes. Vielleicht macht dies auch den Unterschied zwischen Guten Bildern, emotionalen Bildern und normalen Bildern. Als ich bei SAT1 direkt am Boxring war und mir meine Freunde Fernseherbilder auf denen ich zu sehen war auf meine Pinnwand gepostet haben musste ich schmunzeln. Es fühlte sich gut an. Natürlich auch das vorne dabei zu sein, aber viel mehr als Fotograf dabei sein zu dürfen bei der die Auswahl nicht sehr großzügig war.  

Im laufe der Jahre sammelt sich einiges an. Vieles schaut man sich wieder an, erinnert sich an den Moment. Auszüge hängen in meinem Studio. Schon seit 6,7 Jahren. Es kommt immer wieder neues dazu. So ist es Stars zu fotografieren. Wie man an diese Aufträge ran kommt ? Netzwerk und Loyalität. Das ist vielleicht nicht alles aber eine verdammt gute Basis wenn man in diesem Bereich fotografieren möchte. 

Mittwoch, 25. Januar 2017

7 Jahre Technik

7 Jahre Technik


Als 2009 Picslocation zum ersten mal die Fotografenpforte in Ulm öffnete war man damals schon von der Technik die einem zur Verfügung stand begeistert. Damals spekulierte man über ein Iphone 3 das alles verändern sollte und Amazon war 35% aller Deutschen ein Begriff. 


Ja, zugegeben ich erinnere mich gerne daran. Meine erste Kamera für das Studio in Ulm war eine Nikon D3s. Das Flaggschiff. Ganze 12 Millionen Pixel Auflösung. Ein rechteckiger Mac unterstützte mich bei der täglichen Arbeit und ich war froh das gleich nebenan eine Druckerei war die in Handarbeit Briefpapier und Visitenkarten druckte. 

Heute belächelt man das ganze. 30,40,80,200 Millionen Pixel Auflösung sind schon lange keine ungewöhnlichen Fremdwörter ( in der professionellen Fotografie kommt es tatsächlich auch auf die Pixel an). Die Druckerei gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Stattdessen gestresste Paketdienste die einem Kiloschwere Papierpäckchen von Flyeralarm bis direkt an den Schreibtisch liefern. Bezahl wurde schon längst per Paypal. Ein Knopfdruck genügt und man hat alles für seinen Steuerberater aufgearbeitet per Email. Der Mac dient inzwischen als Praktikantenrechner. Er wäre mit den heutigen Datenmengen der Fotos komplett überfordert. Vor uns alles in höher, schneller weiter und noch besserer Auflösung. Mein Kunden sind immer ganz fasziniert wenn man sich auf einem 27 Zoll Mac mit 40 Millionen Pixeln betrachtet. Neue Objektive die diese Abbildung darstellen können machen das möglich. 

Aus den damals 38 Facebook Kontakten sind mehrere 1000 geworden. Einen Grossteil kenne sich persönlich. Neue Videoplattformen kamen hinzu, Desks, speziell für Fotografen bieten Software für jede erdenkliche Situation. Ein Tablett ist fast nicht mehr weg zu denken und unsere Kasse aus dem Jahr 2009 sieht schon Old School aus. 

Nicht nur in der Fotografenbranche hat sich einiges getan. neue Märkte, neue Ideen, neue Konzepte. Ob wir das alles brauchen ? Teilweise ja. Man gewöhnt sich an einen Standart. heute drauf geklickt, morgen da. Kundenwünsche können optimiert werden, und neue Technik macht einfach auch Spass. Allerdings hört man auch zunehmend klagen der Einzelhändler. Umsatzrückgänge, der Onlinehandel als grosser Mitbewerber.  Als Fotograf hat man dieses Problem (noch) nicht. Bevor eine Webcam eine solche Leistung wie eine professionelle Studiokamera bring, solange Software nicht vollautomatisiert ein Studio simulieren kann, und uns Sprachassistenten ins rechte Licht rücken, solange wird dieser Markt von Onlineanbietern nicht betroffen sein. Bis dahin wird sich auch in einem Fotostudio viel tun. 3 Drucke, Animationen, Bewerbungsvideos die als Hologramm ins Meeting eingespielt werden. Neue Materialien, schnellere Übertragungswege, bessere Vernetzung, das aussterben der letzten handwerklichen Generationen sind nur einige Beispiele. Ich selbst kann mich mit dem Gedankenspiel - Kunst in der Zukunft - anfreunden. Was im Mittelalter Maler waren sind heute Fotografen und Designer. Der Schneider wurde schon online mit Massgefertigten Anzügen incl. Online - Stylingcoach ersetzt, der Aufgrund eines Fotos die perfekten Outfits und Farben zum jeweiligen Typ wählt. Reparieren statt Neu Kaufen. Man hört es oft. Das 5 Euro Shirt selber nähen? Oder doch lieber für 8 EUR zum Schneider fahren um es für 12 EUR wieder her zu stellen ? Manche Branchen stehen zukünftig vor einem sicheren aus. Und manche kommen schlicht weg dazu weil diese den Anschluss verpassen. Einen Anschluss der sich in unser aller Leben integriert hat ohne das wir es wirklich gemerkt haben. 

In der Natur ist es einfach. Das Gegenteil von Tod bedeutet in der Natur immer Wachstum. Was nicht mehr wächst, sich verändert stirbt ab und wird ersetzt. Da ist das neue Bild - Rentner mit Tatoo's in der Sauna schon völlig normal. Auch wenn man daran erkennt wie gnadenlos Zeit sein kann. 

Dienstag, 20. September 2016

Hochzeit in Ulm

Man heiratet ja nur einmal...


für viele Verkäufer in der Hochzeitsbranche ist das einer der stärksten Sätze. Nur einmal. Eine Besonderheit... oder doch nur kalkulierter Verkauf?


Welches Brautpaar träumt nicht von der perfekten Hochzeit? Perfekt heisst nicht immer glanzvoller als der wiener Opernball. Aber eben so wie man es sich wünscht. Im kleinsten Kreise, mit vielen

100 % Happy, 100% verliebt 
Freunden, auf dem Land, im Stadthaus, im In-Restaurant. Hochzeiten haben sich im laufe der Jahre immer mehr zum Event gemausert. Neue Angebote und Ideen, neue Technik, günstigere Transportmöglichkeiten. Wer eine Hochzeit plant merkt schnell wie einem das Geld durch die Finger rasselt. Plötzlich ist alles doppelt so teuer. Eine ganze Branche lebt davon. Das Qualität einen gewissen Preis hat ist nicht von der Hand zu weissen, aber deshalb gleich 55 Euro Leihgebühr für eine einzige weisse Tischdecke zu bezahlen ? Ja es gibt sie. Die Kunden den es egal zu sein scheint.
Die Stretchlimo die kaum mehr durch die Einfahrt ins Schloss passt wo der Edle Ritter auf die Prinzessin wartet. So weit so gut. spätestens bei der Ankunft wird schnell klar das es an diesem Tag viele Ritter und Prinzessinnen gibt. Kamerateams, Fotografen, Weddingplaner und Musikkapellen geben sich förmlich die Klinke in die Hand. Die Enttäuschung kann manchmal gross sein, hat man es sich doch ganz anders vorgestellt. Wer tatsächlich eine Hochzeit in seinem eigenen Rahmen haben möchte muss sehr individuell, aber auch sehr frühzeitig planen. Hierbei gibt es im übrigen kein besser oder schlechter. Nur individueller aber auch teurer, oder etwas normaler und dafür Budgetschonender. Das gilt natürlich nicht immer generell. Wer im Winter heiratet wird keinen so grossen Andrang erleben wie im Sommer. Im übrigen auch keine fast unerträgliche Hitze mit vielen
Menschen im Anzug und im Standesamt und natürlich auch keine rote Sonnenbrandhaut der Braut auf den Schultern. Dafür kann einem das Thema Gänsehaut beschäftigen. Das zu spät kommen der Gäste weil die Strasse vereist war, und im schlimmsten Fall Matsch, Dreck, Regen und Kälte. Es ist also in der Tat schwer sein Kopfkino in die Realität umzusetzen. Gerade bei beliebten Orten kostet fragen nichts. Wobei.. selbst wenn die Lieblingslocation an diesem Tag nicht voll ausgebucht ist bedeutet dies nicht zwangsläufig das dies auch so bleiben wird. Ganz anders sieht es da mit freien Trauungen aus. Individuell wie es einem passt ist hier das Motto. Das kann der heimische Schrebergarten sein, Boote, oder eine Location die verbindet. Bei einer kirchlichen Trauung kann es schon einmal vorkommen dass das nächste Brautpaar bereits ungeduldig vor der Kirche wartet während die Gäste verzweifelt einen Parkplatz suchen. Zugegeben.. zum einen ist dies aber
überschaubar, und zum anderen findet so etwas auf dem Land so gut wie nie statt. Man sieht daran das eben alles 2 Seiten hat. Damit das Märchen der Traumhochzeit tatsächlich so stattfinden kann wie man es sich wünscht sollte man sich sehr gut überlegen was man will. Übrigens.. Eine standesamtliche Hochzeit dauert in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten. Aber auch die können wunderschön sein wenn man weiss was auf einem zukommt und vor allem was man tatsächlich haben und ausgeben möchte.  Und wenn die Liebe riesengross ist, spielt es vielleicht gar keine so große Rolle

Dienstag, 6. September 2016

Warum niemand Wochenlang auf Bilder warten sollte.


Stundenlanges (Brautpaar)Shooting und Wochenlanges Entwickeln. Was könnte dahinter stecken?


Peter Neher, Fotograf und Eigentümer von Picslocation Ulm
Samstag Mittag 13:00 Uhr. Die Sonne brennt runter, noch 1 1/2 Stunden bis zur Kirche. Noch sind die Schultern der Braut weiss. ganz im Gegensatz zum Kopf des Bräutigams, der ist dank Unterhemd, Hemd, Fliege, Weste und Sacko schon Tomatenrot. Das letzte was man jetzt will ist Aktion. Im schlimmsten Fall viel zu lange Aktion. Ob man das Brautpaar Stundenlang von den Gästen fern hält oder ob es alternativen gibt muss jeder Fotograf selbst entscheiden. Ich entscheide mich immer dazu das es natürlich in erster Linie Spaß macht, aber eben nicht all zu lange dauert. Dazu muss man an und für sich nur zum einen fotografieren können, die richtigen Infos haben und ein wenig Erfahrung in den vielen Jahren ist auch nicht ganz fehl am Platz. Licht, Bildstory, was passt zum Paar ? Sind die Aufnahmen erst einmal gemacht geht für uns Fotografen die Arbeit erst richtig los. Da kann es schon einmal vorkommen das man 1-2 Tage mit der Bildbearbeitung zu tun hat. Bildschnitt, aussortieren, kleine Korrekturen. Alles in allem sollte das ganze aber danach fertig sein. Schliesslich gibt es inzwischen richtig gute Software die uns das Fotografenleben erleichtert. Diese funktioniert allerdings nur wenn auch das Rohmaterial vernünftig ist. Geht es dann in Zauberei über wird das ganze schon wesentlich aufwendiger. Rein rechnerisch könnte man bei 6 Wochen pro Nachbearbeitung keine 10 Hochzeiten im Jahr schaffen. Das ist aber auch gar kein Ziel. Mir stellt sich einfach nur die Frage was man die vielen Wochen über macht. Was müssen das für Bilder sein die eine solch lange Zeit zum Bearbeiten in Anspruch nimmt. Für Gäste die schon gespannt auf die Bilder warten und ständig beim Brautpaar anrufen ganz zu schweigen.   Unterm Strich... Eine Stunde Brautpaarshooting reicht vollkommen aus. 1  vielleicht auch mal 2 Tage für die Nachbearbeitung dürften ebenfalls alles ausfüllen um klasse Ergebnisse reichen. Vielleicht passiert es auch einmal das man andere Termine hat und sich dadurch alles etwas verzögert. Aber eben nicht Monatelang. Zumindest nicht im professionellen Bereich

Donnerstag, 14. April 2016

So wird geheiratet

Hochzeitsfotograf:

Der schönste Tag im Leben... So verbinden die meisten das Wort Hochzeit. Dabei sollte es einer der schönsten Tage werden sonst würde es ja keine Steigerung mehr geben.


Der Beginn eines aufregenden Tages

Die Auswahl des passenden Visagisten  ist für manche schon die erste Hürde. Wie oft lasse ich mich schmiken? Was steht mir? Termin? Preis? Fragen über Fragen. Dabei kann man mit einer großzügigen Zeitplanung schon sehr viel erreichen. Probe MakeUp, Beratung, neues probieren. Wenn dann der Tag gekommen ist, sollte man ohne Hektik und Zeitdruck sich auf das verlassen können was davor schon einmal getestet wurde. Als kleiner Geheimtipp: lasst euch ein  Set mitgeben, als vom Makeup den gleichen Farbton... Für den Fall der Fälle während der Hochzeit oder der Feier.
Nachdem man fertig Gestylt und angezogen ist wird es schon langsam ernst. Es ist letztendlich eine Geschmacksfrage wann man die Hochzeitsbilder macht. Davor, danach, dazwischen. Planung und Wetter können hierbei eine Rolle spielen. 


Brautpaare merken sehr schnell wieviel Routine und Professionalität beim Fotografen dahinter steckt. Nicht zu lange, nicht zu kurz, die richtigen Ideen passend zum Licht. Und vor allem eines: Spass. Kommt keine Stimmung auf - gerade bei einem Hochzeitsshooting, kann sich das sehr schnell auf die Bildgeschichte auswirken. Und wer mag schon traurige Bilder von seiner Hochzeit. Übrigens. In 30 - 45 Minuten kann man das allermeiste schon fotografiert haben. Hitze im Anzug, Nervosität, und das warten lassen der Gäste tun Ihr übriges. 

Es treffen die ersten Verwandten ein. Gäste, Freunde Familie. Die meisten sind überrascht das es in der tat viel schneller beim Standesamt zugeht als man denkt. 10-20 Minuten, Unterschriften, Urkunde. Das hört sich alles furchtbar unromantisch an, letztendlich ist es aber ein reiner Behördengang. Viel hängt vom Standesbeamten ab der auch gerne auf Wünsche eingeht.


Nach der offiziellen Trauung darf gratuliert werden, und man freut sich auf den Sektempfang. Hier können gerne kleine oder größere Überraschungen für das Brautpaar mit einbezogen werden. 


Danach ist dann der Weg zur Location frei, oder aber natürlich zur Kirche.


Bislang haben wir sehr selten eine Hochzeit erlebt bei der alles exact im Zeitplan geblieben ist. Grund dafür ist die Logistik in der Küche, oder die Warteschlangen im Buffet. Dies war bislang aber meist sehr undramatisch. Nach dem Essen bleibt dann genügend Zeit für die Hochzeitstorte und den Brautwalzer. Hier zeigt sich dann oft ob die Brautschuhe davor schon ein wenig eingelaufen worden sind. Die meisten Bräute bedienen sich hier der Lösung 2 Paar Schuhe dabei zu haben.
Das ist jetzt hier natürlich nur ein sehr grober Faden für einen möglichen Ablauf. Eine Hochzeit sollte immer so individuell wie das Paar sein das feiert. Kreativ oder Bodenständig, Grillparty oder Luxusdinner. Das entscheidet jeder selbst. 

Übrigens. Im Schnitt geben die Deutschen ca. 11.000 EUR im Süden des Landes für Ihre Hochzeit aus. Bei 100 Gästen kann dies in Relation stehen. Allerdings gibt es auch Möglichkeiten locker das 5 fache zu investieren.