Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Freitag, 20. November 2020

2020, Corona, und warum es immer Veränderung geben wird.

2020, Corona, und warum es immer Veränderung geben wird. 



Freitag der 13. scheint wohl der kleine Bruder von 2020 zu sein.Ganze Branchen geraten ins Wackeln. Gastro zu bedeutet auch Grosshandel und Brauereien merken dies deutlich. Von Fitnessstudios und der Schönheitsbranche gar nicht zu sprechen. Wie es in einem Fotostudio in dieser zeit so aussieht kann man hier lesen. 


Kaum ein anderer Berufsstand bekommt so ehrlich mit was "draussen" so passiert. Zumindest so bei uns. Bewerbungsbilder, Produkte, Food, Business, Ideen, Grafiken und Flyer bestimmen den Studioalltag. Dort wo es früher um die Location zum passenden Hochzeitsshooting ging ist heute ein leerer Platz. Dafür stapeln sich Produkte bis zum Teil unter die Decke. Wir hatten Glück. Wir waren der passende Ansprechpartner. Gerade bei Produktbildern passiert Coronatechnisch sehr viel. Neue Produkte, neue Ideen neue Präsentationen wollen vermarktete werden 

Für alles anderen Termine regeln und organisieren wir Termine noch mehr als zuvor, schützen uns mit Masken und versuchen soviel es geht steril zu halten. Es fühlt sich komisch an immer nur eine bestimmte Anzahl an Personen ins Studio lassen zu dürfen. Aber wir verstehen es und die allermeisten Kunden schauen sich derzeit Bilder im Schaufenster an oder rauchen noch gemütlich eine. 

Selten waren wir trotz allem näher an Menschen und deren Geschichten dran. An Gewinnern und an Verlierern durch die Krise. Der Wut auf eine Politik wächst. Ich persönlich denke diese macht es nicht um uns zu ärgern. Ich kann aber auch die Wut verstehen wenn noch niemand betroffen war. Es hat 2 Seiten. Die die wir gerade "auferlegt" bekommen scheint die zu sein die die Zahlen in den Griff zu bekommen versucht. 

Wer dies liest merkt, das zumindest wir  gerne und schnell ins Erzählen geraten. Wir könnten hier jeden Tag einen Beitrag schreiben. So viel passiert, so viel lässt sich beobachten. Kollegen von mir haben leere Gaststätten fotografiert. Mir tut jeder leid der dadurch Personal entlassen muss und die Nächte immer länger werden. Fitnessstudios, Kinos, Bars.. Jeder einzelne hat mein Mitgefühl. Die Idee mit den leeren Gaststätten auf Bildern fand ich gewaltig. Bilder die man so vermutlich nicht mehr sehen wird. Natürlich bestellen wir soviel wie es eben geht in Restaurants in der Region. 

Knapp 3 Wochen ist der Lockdown Light nun her. Die Zahlen fast unverändert. Ich persönlich denke es ist eben nicht die Gastro, die Studios, die Kosmetikerin. Es sind Partys, treffen, feiern hinter zugezogenen Vorhängen. Es ist kalt draussen. Es ist Samstag Nacht. Der WhatsApp Chat bimmelt seit Stunden vor sich hin. 

Ich kann unsere Jugend verstehen. Es fehlt an Erfahrung. Passen wir da nicht auf sind wir schnell in der "No future 2.0" Mühle. Schon vor Corona habe ich diese Generation nicht beneidet. Dieser Wahnsinnige Erfolgsdruck und die abartige Lebensgeschwindigkeit kann nicht förderlich sein. Egal in welcher Zeit wir gerade Leben. Die vollen Busse, die Übertragungsmöglichkeit ausserhalb der der Luft, das anfassen von Packungen im Supermarkt... 

Auch Weihnachten wird sich für mich ändern. Seit langem werde ich heilig Abend nicht ins Ulmer Münster gehen. Ein stiller nichtsbringender Boykott wegen der Holzfigur die nicht mehr bei der Krippe mitspielen darf. Es gibt, gerade hier, ganz viele kleinere Kirchen die bei einen Besuch die Erinnerung an die Kindheit wecken. Eine Kirche in der der Pfarrer jeden einzelnen dankbar verabschiedet der da war.

Was das mit Corona zu tun hat ?  Kein Mohrgerede, keine virtueller Weihnachtsmarkt, kein Querdenkerverkehrschaos, einfach nur diese eine Nacht voller Friede in einer kleinen Kirche auf dem Dorf.

Natürlich hört es sich wenig an wenn das Virus 99,5 % der infizierten soweit in ruhe lässt das nichts dramatisches passiert. Bei 100.000 infizierten sind das jedoch schon 500 Menschen, 500 Betten, Personal und Technik. 100.000 wäre nicht einmal Ulm. Von den knapp 78.Millionen Menschen in Deutschland wünsche ich niemanden Corona. Auch nicht den knapp 8 Milliarden weltweit. 

Wir erleben hier aber auch jeden Tag Situationen die uns ans Herz gehen. Und deshalb machen wir das ganze auch. Einen Job ohne Herz(Blut) wäre nichts für mich. Und da gehört eben Corona genau so dazu wie die anderen zig tausend glücklichen Momente der letzten Jahre. Bleibt gesund, mit alldem was dazu gehört. Mehr kann man als Schlusswort hier nicht sagen. 



Keine Kommentare:

Kommentar posten